Kategorien
Allgemein Fragen über Fragen

Fragen über Fragen

wolltest du schon immer wissen wer genau hinter diesem Blog steckt?

hast du dich nach entsprechenden Hinweisen gefragt welche Behinderung ich habe?

interessiert dich etwas ganz anderes?

Dann hast du hier und jetzt die Möglichkeit mich alles zu fragen!

Kategorien
Allgemein

Der Verdacht

Der letzte Anruf meiner Assistenz war kein schöner.

Ihre Tochter hat in ihrem PflegebeRuf einen Patienten gepflegt der Covid 19 hat

Sie selbst ist natürlich direkt zum Arzt gegangen und wartet jetzt auf die Rückmeldung

Ich werde heute morgen wach und merke direkt ein kratzen im Hals

Lange mache ich mie vor, dass ich mir das nur einbilde.

Das kratzen wird immer stärker und ich kann es nicht mehr leugnen

Von vielen anderen hörte ich schon, dass nicht getestet wird, wenn nicht der direkte Kontakt zu einem an Covid 19 erkrankten besteht

Gut, dachte ich. Ich bin ja Risikopatientin. Da wird wohl schon recht schnell getestet

Denkste. Der Hausarzt ist mal wieder nicht da. Rufe ich halt bei der Vertretung an

Die Rechnung machte ich allerdings ohne sie. Ich solle erstmal abwarten was bei der Tochter meiner Assistenz rauskommt.

Die Sprechstundenhilfe will nicht hören, dass ich so nicht arbeiten gehen kann, wimmelt mich an

Da ich das ganze nicht einfach aussitzen kann melde ich mich pflichtbewusst bei meiner Chefin

Die hat natürlich eine Lösung

Das die wieder haarsträubend ist versuche ich zu verdrängen und lege mich nach dem Gespräch wieder in mein Bett

Aber damit nicht genug. Assistenz auf 450 € Basis fällt ja nun vorläufig aus. Assistenz Nummer 2 ist in ihrem wohlverdienten Herbsturlaub, während Assistenz Nummer 3 mir heute morgen hinkend gegenüber steht

Sie sei die Treppe runtergesegelt. Ich mache ihr klar, dass trotz allem nur der Arzt entscheiden kann, wie es weitergehen soll. Meine Gefühlswelt schiebe ich dabei wieder ganz weit weg von mir. Dafür ist gerade kein Platz.

Natürlich mache ich mir trotzdem Gedanken. Der Pflegedienst kann nicht kommen und meine Mutter soll auch nicht ständig einspringen müssen

Nach einigem hin und her geht sie tatsächlich zum Arzt. Es bleibt spannend

Kategorien
Allgemein

Das hab ich alles schon gesehen

Songtext „am seidenen Faden“ von Tim Bendzko

Das hab‘ ich alles schon gesehen, passiert’s jetzt noch einmal?
Tut es wieder so weh?
Ich versuch‘ einfach
Dieses Mal nicht hinzusehen

Versuch einfach dieses mal nicht hinzusehen

Klingt nach einer Strategie. Eine Strategie die es erlaubt wegzusehen und es zu verdrängen

Wegzusehen, obwohl man jeden Tag im Genick gepackt wird und drauf gestoßen wird

Verdrängen von Tatsachen

Die Tatsache das es wieder passiert

Wieder und wieder

Von klein auf waren da die Personen die es nicht immer gut mit einem meinten

Die mich und mein tun oft in Frage stellten

Mir oft sogar Vorwürfe machten

Einiges an schlechten Eigenschaften wurde inzwischen abgelegt

Vorher waren da aber quasi parallel noch einige Mitschüler die es nicht gut mit mir meinten

2 sehr lange Jahre ging das so

Von außen kam oft der Vorwurf, dass es nicht so schlimm sein könnte, denn sonst hätte ich mich ja längst dagegen gewehrt

Ich zog die 2 Jahre durch, aber sie machten einen anderen Menschen aus mir

Dann in der Ausbildung bekamen wir plötzlich und unerwartet einen neuen Nachhilfelehrer

Zunächst machte ich mir nicht viel daraus, bot wahrscheinlich sogar oft die Steilvorlage

Bis unter den Kollegen die ersten Zusammenbrüche kamen

Mir zog es schlagartig den Boden unter den Rädern weg

Auch ich leidete immer mehr bis mir irgendwann die Worte von damals im Ohr klingelten

Ich nahm allen Mut zusammen und redete mit dem Ausbilder der geschockt reagierte und sofort handelte

Es machte mich sprachlos, aber ich war auch stolz darauf, dass die Gruppe durch mein Handeln nicht mehr leiden musste

In den folgenden Jahren gab es immer wieder Sticheleien und unnötige Kommentare, aber meist auch Unterstützung

Dann kam der Jackpot in meinem Leben

All die ganzen Erlebnisse rückten plötzlich mehr oder weniger in den Hintergrund

Nach jahrelangem Kampf hatte ich eine feste Stelle auf der ich sofort von allen angenommen wurde

Einen eigenen Arbeitsplatz und einen eigenen Parkplatz bekam ich

Mehr Glück hätte mir nicht widerfahren können auch wenn die folgenden Jahre immer wieder mit Flashbacks, Versagens- und Verlustängsten gespickt waren

Meine damalige Chefin war auch da schon kein Unschuldsengel

Sie erinnerte mich zwar sehr an eine frühere gute Freundin aber tat auch viel dafür den Vergleich hinken zu lassen

Unterm Strich war ich froh, mit ihr nur wenig Berührungspunkte zu haben

Bis ich aus meinem Sommerurlaub kam und sie an meiner Arbeitsstelle eingesetzt wurde

Zunächst nur für ein paar Stunden, weil sie gerade wohl aus einer mehrwöchigen Ausfallzeit wiederkam

Immer wieder gerieten wir aneinander

Sie kritisierte fast nur und ging teilweise auch sehr unter die Gürtellinie

Sie kam nicht klar mit meiner, wie Sie es nannte, forschen Art

Dass diese nur ein Schutzschild für mich war erfuhr sie nicht

Auf einmal wurden wir mehrere Wochen allein gelassen

Ich sprach zum ersten mal das Verhalten der Kollegin an und was dies mit mir machte

Natürlich bekam ich dabei immer wieder Tips wie damit umzugehen war

Plötzlich merkte ich wie sich dieser altbekannte Schatten der Machtlosigkeit auf mich legte und regelrecht verschlang

Ich wurde in den entsprechenden Fällen immer kleiner, mutloser und hilfloser

Es belastete mich zum Schluss so sehr, dass eine direkte Kollegin darauf aufmerksam wurde

Sie schickte mich umgehend zu meiner Chefin

Diese nahm sich die Zeit und führte mit allen Gespräche

Meine Hoffnung darauf, dass sich etwas änderte war nicht besonders groß, weil besagte Kollegin im Gespräch log wie gedruckt

Mir war das klar, aber ich war wieder machtlos und durch die ganze andere Erfahrung auch sehr misstrauisch geworden

Hoffnung darauf, dass sich etwas änderte hatte ich erst als sich alle Fakten herrausstellten

Mut schöpfte ich auch aus den zahlreichen Gesprächen die mich und mein Handeln bestätigten

Leider hielt dieses Gefühl nie lange an und wurde durch wochenlange Zusammenarbeit immer mehr geschmälert

Hoffnung auf Besserung ist inzwischen so gut wie erloschen, ebenso drehen sich in Endlosschleife die Gedanken und die Suche nach einem sinnvollen Weg

Kategorien
Allgemein

da bin ich mal wieder

Ich habe euch nicht vergessen. Hab sogar viel darüber nachgedacht, ob ihr noch alle da seid, wenn ich es wieder schaffe zu schreiben.

Meine letzten Worte waren sehr ehrlich. Diese werden es wohl auch wieder.

Die Gründe, warum ich so selten schreibe in diesem Jahr sind unterschiedlich. Zum einen macht mich dieses ständige Maskentragen sehr müde (zumindest gehe ich davon aus, dass es diesesmal aus diesem Grund ist. Es klagen ja so viele über genau das Problem.

Was mich betrifft kann ich nur sagen, dass mir diese ständige Müdigkeit zu schaffen gibt. Meine Konzentration ist zum Teil unterirdisch. Meine Laune auch.

Aber nicht nur meine Laune ist unterirdisch. Auch meine Psyche hat in den letzten Monaten gelitten. Ich wollte an dieser Stelle mein persönliches Unwort des Jahres 2020 eigentlich nicht nennen. Auch Corona hat mir Sorgen bereitet. Ich wollte ein halbwegs normales Leben. Wollte weiter machen wie zuvor. Ausgebremst hat mich nicht nur das alltägliche Leben.

Auch meine Arbeitsstelle wusste in Zeiten von Corona nicht recht mit mir zu verbleiben. Ich arbeite im Altenheim. Meine Gruppe mit der ich arbeite ist zwar getestet, weil sie ohne einen negativen Test gar nicht in die Kurzzeitpflege einziehen darf, aber ist eben immer noch Risikogruppe.

Durch meine Behinderung und die Erkrankung im letzten Jahr bin ich ebenso Risikopatient. Der Clou war aber, dass mich niemand krank schreiben wollte. Weiter arbeiten war aber auch erstmal nicht möglich.

Schlussendlich fand sich doch eine Möglichkeit. Diese sorgte dafür, dass ich ca 5 Wochen unfreiwillig freie Zeit zuhause verbrachte. Dies tat mir zunächst gar nicht gut. Denn genau zu dieser Zeit gab es den totalen Lockdown. Nichts ging mehr. Weder vor noch zurück.

Konnte einfach nicht still sitzen und war froh darüber wenigstens Krankengymnastik weiter zu erhalten. Ein gravierendes Problem war die fehlende Psychotherapie. Diese fiel aufgrund von Corona wochenlang ersatzlos aus.

Begeistert und aufgeregt fuhr ich so an meinem ersten Arbeitstag wieder zur Arbeit. Dort hatte sich im Grunde genommen alles geändert. Wirklich alles. Es war nichts mehr wie es mal war. Das sei hier aber erstmal nur am Rande erwähnt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit durfte man dann endlich wieder einige öffentliche Einrichtungen besuchen. Ich bildete mir lange ein, dass mich die Möglichkeit endlich wieder in ein Cafe gehen zu können nicht reizte. Wenn ich unterwegs war, stressten mich zunehmend die zwangsweise enstehenden Menschenansammlungen, musste man doch an allen Ecken und Enden zunächst anstehen um dann reinzukommen. Irgendwann.

Dieser innerliche Stress ist geblieben. Ich habe keine Angst davor, dass der Kassierer vor mir eventuell Corona haben könnte. Ebensowenig bei den Menschen die mit mir in der Schlange stehen. Aber ich, die ich schon lange nicht mehr sehr nähebedürftig war, konnte es fortan nicht mehr leiden in Menschenansammlungen zu stehen.

Aber nicht nur dieses Thema machte mir Probleme. Auch gesundheitlich wurde es schwieriger. Mein Rücken brauchte in dieser schwierigen Zeit eine weitere Spritzentherapie.

Diese brachte endlich neue Ergebnisse durch die Voruntersuchungen. Ein kleines Glücksgefühl entstand, als ich nach 3 Jahren endlich den wahren Grund für meine Schmerzen erfuhr. Ich schätze, dass ich da auf einem guten Weg bin.

Aber mein Körper wäre nicht mein Körper, wenn er nicht was neues finden würde.

Nichtsahnend powerte ich mich nach einem blöden Treffen mehrere Tage auf dem Radweg unweit von meiner Wohnung aus. Der Schmerz der mich schon so lange plagt entstand plötzlich an einer anderen Stelle. Wieder war ich wochenlang auf der Suche nach einer Ursache. Wie so oft. Ich war frustriert. Diese Fahrten auf dem Fahrradweg taten mir unglaublich gut. Ich wollte es nicht aufgeben. Der Arzt der mich behandelte fand da aber klare Worte.

So fiel ich erneut ins Loch. Meine Ernährungsänderung wollte nicht so recht Früchte tragen. Ohne Bewegung ging es nicht. Musste es aber. Auch zum Thema Schmerzmittel dachte ich so. Mir war klar, dass diese nicht gut sind. Da ich aber wieder kaum noch einen Tag ohne Schmerzen hatte nahm ich wieder einige Tabletten von diesem „Gift“ zu mir. Bis….

ja, bis. Bis ich eines Tages Schmerzen in den Händen hatte. Ich fand die Schmerzen zunächst nur ätzend. Dachte ich auch erst, dass diese durch die neuerdings regelmäßigen leichten Spastiken auftraten wurde ich schnell eines besseren belehrt.

Meine Schmerztherapeutin nahm mir die Hoffnung auf baldige Besserung. Beginnende Arthrose und Vorboten von Problemen mit den Armen waren einige ihrer Ideen zum Thema. Ich fragte gar nicht erst nach neuen Schmerzmitteln. Der aufmerksame Leser ahnt es schon.

Ich fiel wieder in eine Arschlochphase mit unendlich vielen Psychofucks. Immer und immer wieder versuche ich daraus aufzutauchen. Rede mir ein schöne Tage zu haben zwischendurch. Schöne Momente am Tag gehabt zu haben. So richtig glaube ich mir das zur Zeit selbst nicht.   

Als ich im Sommer nach Mainz musste kam für mich ein weiterer Einschnitt. Wir waren keine Stunde auf der Autobahn da bekam ich eine Panikattacke.

Alles was ich bis jetzt kannte war anders. Flashbacks waren mir bekannt. Auch extreme Unruhe war kein Fremdwort. Aber eine solche Panikattacke hatte ich bis dahin nicht.

Kurz vor der Ankunft musste ich passen. Nichts ging mehr. Panikattacke Nummer 2 kündigte sich mit Wucht an. Ich gab klein bei und ließ meine Assistenz weiterfahren.

Inzwischen kenne ich mich mit solchen Panikattacken aus. Unliebsam sind sie logischerweise immer noch.

Kategorien
Allgemein

Ohne Worte dieser Mob

Einen Moment innehalten

Wie wollt ihr denn die Welt „verändern“,
wenn bei euch nur Chaos herrscht,
wenn ihr mit den Parolenbänder,
grölend alle Bürger nervt?
Von euch kommt doch nur Wut, Geschrei,
die Faust zum ersten Schlag geballt,
sucht einfach nur die Schlägerei,
weiß Gott, ihr habt das Leben nicht geschnallt.
Ihr geilt euch auf an Blut und Wunden,
fühlt euch als „Helden“ der Nation,
ihr bringt das Leid in paar Sekunden,
und denkt dabei: Was macht das schon!
Ihr huldigt stets nur der Gewalt,
dem Stärkeren gehört die Macht,
passt auf, dass ihr nicht selber fallt,
in eure eigne schwarze Nacht.

copyright seelenkarussell

Ursprünglichen Post anzeigen

Kategorien
Allgemein

Gewinn von positiven Dingen durch meine Beschwerden

ich gewinne Dinge die ich nicht haben will

ich gewinne Dinge die andere gerne hätten

ich gewinne Dinge auf die andere eifersüchtig sind

ich gewinne Eindrücke durch den Kampf um eine Erleichterung für die Beschwerden

ich gewinne unfreiwillig freie Zeit

ich gewinne Routine im Umgang mit meinen Schmerzen, kann diese aber nicht immer anwenden

Ich gewinne Möglichkeiten, um den Schmerz zu regulieren

ich würde ein viel besseres Leben führen ohne das alles

ich würde besser wahrnehmen ohne das alles

ich hätte weniger Stimmungsschwankungen udn weniger Ängste

ich würde weniger grübeln

ich wäre entspannter

Kategorien
Allgemein

meine Schmerzen

meine Schmerzen hindern mich daran den Tag so zu erleben wie ich es sollte

meine Schmerzen schränken mich ein

meine Schmerzen kommen seit Jahren immer an einer anderen Stelle ans Tageslicht

meine Schmerzen machen manchmal Angst

Meine Schmerzen lassen mich verzweifeln

meine Schmerzen lasse mich schlecht in den Tag starten oder beenden den Tag auf eine doofe Art und Weise

meine Schmerzen fordern meine Aufmerksamkeit

meine Schmerzen wollen mir immer ähnliches auf verschiedene Art und Weise sagen

meine Schmerzen stören beim Schreiben

Meine Schmerzen sind immer da, wenn sie wieder an einer anderen Stelle auftreten

meine Schmerzen machen mich wütend/traurig

meine Stimmung schwankt zu extrem, dass macht es mir oft unmöglich so zu reagieren wie ich will

meine Stimmung kippt plötzlich

meine Stimmung kippt unvorhergesehen

Meine Stimmung ist nicht immer nachvollziehbar

Meine Stimmung ist oft morgens schon schlecht

durch meine Müdigkeit kann ich nicht klar denken

meine Müdigkeit kommt immer zum gleichen Zeitpunkt, aber immer überraschend für mich, weil ich sie verdränge

Meine Müdigkeit ist Mittags da, egal ob ich will, oder ob ich sie gebrauchen kann

meine ständige Müdigkeit macht mich wütend

Meine Müdigkeit hindert mich daran abends gerne etwas zu unternehmen

Kategorien
Allgemein

ich wache auf

ich wache morgens auf und merke, dass ich keine Schmerzen mehr habe und das meine verhassten Psychofucks weg sind. Bei dem Gedanken an den Tag habe ich das Gefühl mit Leichtigkeit aufstehen zu können. Ich bin nicht mehr müde von meiner Tablette für die Nacht. Hatte sie am Abend zuvor vergessen aus irgendeinem Impuls herraus, der mir an diesem besagten Abend noch nicht klar war.

Im ersten Moment kann ich es kaum glauben. Mein erster Gedanke ist, dass ich erstmal Zeit vergehen lassen muss, um zu sehen, ob ich wieder nur träume. Ich habe auch schon so oft Wunschvorstellungen gehabt und mich da sehr reingesteigert. Auch das muss ich erstmal klar kriegen, ob es nicht jetzt auch wieder so ist. Freude im Übermaß, meist viel zu schnell, ist normalerweise meine eigentliche Reaktion.

Da ich bei vielen Dingen auf Hilfe angewiesen bin, bekommen das natürlich gleich auch die Menschen aus meinem direkten Umfeld mit. Die fühlen nach, aber sind oft eher realistisch als ich. Sie versuchen aber dennoch immer wieder an das zu glauben was ich vermute. Sei es auch noch so vage.

Ich bewege mich vorsichtig im Bett. Alles da und es tut nichts weh. Nichtmal ein ziehen ist zu spüren. So ganz fassen kann ich es noch nicht. Sehr wach bin ich allerdings vor dem ersten Kaffee auch nicht. Manch einer würde sagen, ich bin ohne nicht zurechnungsfähig.

Als ich beginne darüber nachzudenken, was mir alles an diesem Tag bevorsteht wundere ich mich wieder über mich selbst. Mir ist bewusst, dass es ein stressiger Tag wird. Ich nehme ihn aber anders als sonst gar nicht als solchen wahr. Ein bisschen freue ich mich sogar auf diesen Tag.

Langsam mache ich mich mit Hilfe meiner Assistenz für den Tag fertig.

In dieser neuen Verfassung komme ich viel besser durch den Tag. Ich bin klarer, kann gut mitdenken und vergesse nicht so viel wie sonst. Gegen Mittag stelle ich fest, dass ich viel wacher bin. Normal will ich um diese Uhrzeit immer schon fast schlafen gehen, weil ich so müde bin.

Am Nachmittag stellt sich raus, dass ich viel gelassener bin und nicht sofort aufbrause, wenn etwas schief geht. Normal bölke ich spätestens beim mal wieder missglückten Pflegeeinsatz rum wie ein wildgewordener Stier. Am heutigen Tag nervt es mich, aber ich kann mich noch bremsen. Kann ja keiner was dafür. Zähneknirschend nehme ich es hin.

Abends denke ich über den Tag nach udn merke, dass ich auch keine Stimmungsschwankungen zu anderen Tageszeiten hatte.

glücklich falle ich in mein Bett.

Kategorien
Allgemein

Mein Begleiter

Ich trage ihn immer bei mir wie einen kleinen Talisman. Er fühlt sich ganz weich an. Es ist braun und fransig. Auch in meinem Alter erinnert er mich noch an meine Kindheit. Im Krankenhaus war er immer bei mir. Ohne ihn wollte ich nirgendwo hin. Er lässt sich aber auch überall abstellen. Fast ist das ein bisschen gefährlich, weil man ihn so sehr schnell vergessen kann. Meistens steht er aber in meinem Sichtfeld. Gut so. Sonst könnte ich ihn auch nicht in die Hand nehmen, wenn ich ihn brauche. Oft muss ich auch einfach nur in seine starren braunen Augen gucken können. Zusammen mit seinen nach mir ausgestreckten Beinen vermittelt er mir so ein Zeichen von Sicherheit. Diese sehen aus, als wenn er mich umarmen wollte. Seine Ohren plüschig und groß, damit er mir gut zuhören kann. Das tut gut, auch wenn er mir nicht antworten kann.

Kategorien
Allgemein

Listengedicht, oder was mir gut tut

Spazieren allein am Wasser mein Hobby

Schreiben Tag ein, Tag aus

Ohne viel darüber nachgedacht

Gespräche im Chat oder privat,

oh ich müsst längst raus

Telefonieren spät in der Nacht

basteln mir große Freude macht

Kategorien
Allgemein

Okay, ich gebe es zu 😬